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Was ist ein LLM – und warum klingt ChatGPT manchmal überzeugend falsch?

Sprachmodelle wie ChatGPT sagen das wahrscheinlichste nächste Wort voraus. Das erklärt ihre Stärke – und warum sie überzeugend Unsinn erzählen können.

Kurz gesagt: ChatGPT & Co. sind „Sprachmodelle” (LLMs): Sie sagen Wort für Wort das wahrscheinlich passendste nächste Wort voraus. Das macht sie erstaunlich gut – und erklärt zugleich ihre gefährlichste Schwäche.

Wie ein LLM „denkt”

Ein LLM hat enorm viel Text gelesen und dabei Muster gelernt. Wenn du etwas fragst, ruft es kein Wissen ab – es schreibt plausibel weiter, Wort für Wort. Erstaunlich oft trifft das ins Schwarze.

Warum es überzeugend falsch liegen kann

Genau hier liegt der Haken: Ein LLM optimiert auf „klingt richtig”, nicht auf „ist richtig”. Es hat kein eingebautes Wahr/Falsch. Wenn es etwas nicht weiß, erfindet es eine plausibel klingende Antwort – inklusive Zahlen, Zitaten und sogar Quellen. Das nennt man Halluzination.

Wann Halluzinationen besonders wahrscheinlich sind

  • Bei Fakten, Zahlen, Daten
  • Bei Zitaten und Quellenangaben
  • Bei Nischen- oder Spezialwissen
  • Bei aktuellen Ereignissen

So schützt du dich

  1. Bei allem Wichtigen: gegenprüfen.
  2. Nach Quellen fragen – und die Quellen selbst öffnen.
  3. Für Faktenfragen Tools mit Websuche nutzen (aber Links prüfen).

Der eine Satz, der alles erklärt: Ein LLM ist ein Wortvorhersager, kein Faktenspeicher. Wer das verinnerlicht, nutzt KI souverän – und fällt nicht auf selbstbewusst vorgetragenen Unsinn herein.

In einem Satz

KI klingt immer überzeugend – ob sie recht hat, musst du selbst sicherstellen.

Welche KI-Frage hält dich gerade auf?

Schreib mir kurz – ich lese alles und antworte persönlich. Kein Verteiler, kein Newsletter.

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